Von zwei Brüdern

Ich genieße die Sonne und die Ruhe im Haus, unser Großer ist mit den Großeltern unterwegs und der Kleine schläft. Ein Schmunzeln läuft mir übers Gesicht: wie die Zeit mit den zwei Rabauken vergeht! Maximilian ist erst ein Jahr und vier Monate alt und trotzdem ist er schon so weit. Er eifert seinem großen Bruder nach und ist dabei schon so erschreckend selbstständig, wenn Jonathan zum Purzelbaum ansetzt, dann rollt der kleine Bruder meistens flott hinterher.
Der große Bruder genießt das, er gibt den Ton an, entscheidet in welche Richtung gerannt wird und wird dabei mit großen Augen bestaunt. Anderseits ist es dem Zwerg auch mal zu viel und er will dann nur mit Mami kuscheln und von allem anderen nichts wissen. Auch Jonathan braucht seine „Auszeiten“ von Brudersein, er möchte nicht immer der vernünftigere oder ältere sein, denn das bedeutet Verantwortung und auch mal zurück stecken. Ich finde es wichtig, dass beide ihren Freiraum haben, einfach sein dürfen, so wie sie sind.
Manchmal ertappe ich mich nämlich dabei wie man von den Großen viel verlangt, weil sie einfach die älteren sind. Da muss ich mich selbst ermahnen, denn unser dreijähriger großer Bub ist ein toller Kerl, lebensfroh, neugierig und einfach süß – aber eben auch erst drei! So brauchen die beiden die Möglichkeit sich zu entfalten, zu lernen und einfach nur zu spielen, manchmal klappt das ganz toll gemeinsam und manchmal eben nicht.

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